Das Positive überwiegt: Mainz 05 – Bayer 04 2:2
Ich habe vom heutigen Spiel noch keine bewegten Bilder gesehen und ich glaube das werde ich auch morgen erst nachholen können. Ich habe lediglich das Bundesligaradio hören können und dennoch: Das war doch ein Spiel, auf dem man aufbauen kann.
Ich kann nicht beschreiben mit welchen Hoffnungen ich an den heutigen Tag gegangen bin. Wenn man lange genug Leverkusenfan ist, gewöhnt man es sich eigentlich generell ab, Hoffnungen auf irgendetwas zu haben. Und doch lässt sich ein gewisser Fitzel Gedankendatenschrott nicht leugnen, der ungefähr Folgendes beinhaltet: “Eigentlich sollte Mainz doch kein Problem darstellen… sooo schlecht war es gegen Babelsberg ja nun nicht… aber gerade dann geht’s bei uns ja nach hinten los”. Spätestens sobald man erkennt, dass man sich durch diesen Gedankenfitzel im Kreis dreht, gibt man auf und lässt es einfach auf sich zukommen.
Auf mich zukommen habe ich es also gelassen . Und wie es auf mich zukam. Mit einem 1:0. Für Mainz. In der 5. Minute. Es störte mich nicht. Ich nahm es hin und freute mich stattdessen schon auf das Spiel am nächsten Wochenende gegen Hoffenheim. Man kennt es ja nicht anders – und würde ich mich jedesmal über solche Rückstände aufregen, hätte ich wohl keine Zeit meine Blogeinträge zu schreiben. Bei einem 0:1 weiß man wenigstens was man hat. Keinen Gedanken verschwendete ich an die Möglichkeit, der Bayer könnte dieses Spiel noch drehen. So groß kann der Heynckes-Effekt gar nicht sein.
Aber sie kamen zurück. Und wie sie zurückkamen. Ein Doppelschlag von Helmes (hoppla) Derdiyok und Kießling kurz vor der Halbzeitpause weckte mich aus meiner Trance und versetzte mich schlagartig in einen Zustand völliger Ekstase Unsicherheit. Entweder schlief ich oder Leverkusen führte tatsächlich plötzlich 2:1. Deutlich wahrscheinlicher erschien mir die erste Variante. Hätte Mainz kurz vor Spielende nicht doch noch durch einen Freistoßkracher von Gunkel ausgeglichen, wäre ich überzeugt davon gewesen diesen Blogeintrag im Traum zu verfassen. So aber kann ich mir (relativ) sicher sein, dass Bayer 04 noch immer Bayer 04 ist.
In der Tat, wir sind immer noch die Alten. Und das ist nicht nur negativ. Es hält die Euphorie auf einem vertretbaren Level und gibt gleichzeitig Hoffnung, dass sich der Trainerwechsel ausgezahlt hat. Man darf auswärts 2:2 Spielen. Auch gegen Mainz. Entscheidend werden in dieser Saison die Heimspiele sein und wie wir uns zu Hause schlagen, wird sich schon in sieben Tagen gegen Hoffenheim zeigen.
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2 Kommentare
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ode, 10.08.2009 um 23:56 Uhr
Wieso kommt mir das alles nur so bekannt vor?
Sebastian, 11.08.2009 um 09:54 Uhr
Da ist schon was dran. Gut gespielt und doch zwei Punkte zu wenig eingesackt.
Aber ich werd das Gefühl nicht los, dass das Spiel aus irgendeinem Grund doch besser war als üblich. Und wenn es an der Art und Weise liegt, wie Derdiyok und Kies die beiden Bälle ins Tor gewuchtet haben. Oder an der Art und Weise wie Derdiyok sein Interview gegeben hat. In mir regt sich Hoffnung