2009 Juni | lauthals

Tach

Ein neues Blog erwacht hiermit zum Leben. Nicht, dass ihn jemand brauchen würde. Nicht einmal ich selbst brauche ihn, aber man muss im Leben ja alles einmal ausprobiert haben.

Gefühlte 87% aller ersten Blogeinträge, die ich bislang gelesen habe (exklusive jener, die mit einem ebenso einfachen wie genialen “test” aufwarten konnten) beinhalten den Satz “Worum soll es hier gehen?”.  Es liegt mir fern schon zu Beginn meiner Blogging-Karriere aus der Reihe zu tanzen, also kommt was kommen muss:

Worum soll es hier gehen?

Genau genommen ist die Antwort auf diese Frage noch nicht gefunden.  Seit ein paar Tagen frage ich mich, was eher einen guten Blog ausmacht: Spezialisierung oder Vielfalt? Wenn ihr einen Blick auf die rechte Seite, meine Blogroll, werft, werdet ihr feststellen, dass die Blogs, die mir gefallen, hauptsächlich ziemlich speziell sind. Somit läge es nahe, dass ich diesen Beispielen folgen würde. Ich schätze allerdings, dass ich nicht genügend Disziplin aufbringen kann, mich auf ein Themengebiet festzulegen¹.

Höchstwahrscheinlich wird es in der ersten Phase eben genau darum gehen herauszufinden, wo sich dieser Blog einordnen möchte.  Selbstverständlich habe ich einige heiße Themen-Kandidaten auf meiner Zielgeraden. Laie bin ich – mehr oder weniger – auf allen in Frage kommenden Gebieten. Möglich wären folgende Schwerpunkte (sortiert nach der persönlichen Einschätzung der Qualität meiner Kompetenz, in aufsteigender Reihenfolge²) : Der Konflikt zwischen sogenannten traditionellen Medien und dem Internet; Informationsfreiheit, freie Software und Freiheit im Allgemeinen; Bayer 04 Leverkusen oder Tischtennis oder Sport im Allgemeinen. Besonders der letzte Punkt fällt verdammt deutlich aus dem Rahmen, so dass ich mich selbst frage, ob das mein Ernst sein kann. Wie sollte es mir möglich sein mit einer solchen Themenauswahl, eine Zielgruppe anzusprechen, die mehr als ein Mitglied³ (das wäre dann wohl ich) hat?

Doch das Problem ist, wie bereits erwähnt, meine fehlende Disziplin, wodurch ich es wohl weder schaffen würde, nicht hin und wieder über die katastrophalen Leistungen von Bayer 04 zu meckern, noch mir den ein oder anderen Kommentar zur aktuellen Netzpolitik zu verkneifen. Also gucken wir doch einfach mal.

Die zweite Frage, die in einem ersten Blogeintrag nicht fehlen darf, lautet natürlich:

Wer bin ich?

Summiert man alles und rundet diese Summe dann noch auf den nächsten Zehner auf kommt man auf das Ergebnis: Ich bin niemand. Lediglich ein geneigter Leser der hier verlinkten Blogs.

Und tschüss.

¹ konsequenterweise wurde dieser erste Eintrag unter “Misc” kategoriesiert.

² ebenfalls in aufsteigender Reihenfolge ergibt sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Einträge in diesem Blog zu dem jeweiligen Themengebiet aus meiner eigenen Feder stammen, statt hauptsächlich einen Verweis auf kompetentere Seiten darzustellen

³ allerdings ist das Ziel eines Blogs ja nicht möglichst viele Leser zu haben. Wenn sich hier irgendwann zwei zehn (ein bisschen Anspruch habe ich dann doch) tummeln, mach ich ein Fass auf.

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