André Schürrle | lauthals

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Ach, äh…

…ich habe gestern übrigens was geschrieben. Im bayer04blog. Ihr kennt ja den Weg, einfach den Gang runter, zweite Tür links.

Druck und Selbstvertrauen

Erwartungen, Druck. Die Pflicht, gewinnen zu müssen. Die Pflicht des Vizemeisters. Der Druck auf das Kollektiv, eine erbrachte Leistung zu bestätigen. Gar der Druck, eine Leistung noch weiter auszubauen. Der Druck auf einen Einzelnen, die Erwartungen zu erfüllen, es noch einmal allen zeigen zu wollen. Druck auf einen anderen, der dadurch entsteht, dass er nicht nachgesagt bekommen möchte, gegen den Ex-Verein nicht alles gegeben zu haben. Der Druck auf einen Trainer, nicht den gleichen Fehler zwei mal zu machen. Der Druck auf einen Trainer, richtig zu handeln, obwohl er zu Recht davon überzeugt ist, beim ersten Mal schon keinen Fehler gemacht zu haben. Wenn auch nur insgeheim. Und dann doch: Zweifel. Druck auf einen Torhüter, der endlich diese eine Chance erhält. Druck, durch die Gewissheit, dass ein anderer Torhüter ein Thema ist.

Selbstvertrauen, Unbekümmertheit. Das Selbstvertrauen desjenigen, der nicht bloß Zweiter geworden ist. Unbekümmertheit, die daraus entsteht, zu wissen, dass einem die Nation ohnehin schon zu Füßen liegt. Selbstvertrauen, dass auch ein Gegentor nach einer 3:0-Führung eben nicht zwangsläufig das Ende bedeuten muss. Selbstvertrauen, immer die richtige Entscheidung zu treffen. Unbekümmert darauf vertrauen zu können, dass das, was Spaß macht, nicht verkehrt sein kann. Selbstvertrauen, zu wissen, dass man es einfach drauf hat.

Im Gegensatz zu dem Druck, der daraus entsteht, sich bloß sehr, sehr sicher zu sein, dass man genau so viel drauf hat. Druck, entstanden aus einer Tradition der Misserfolge. Druck, der aus fehlgedeutetem Selbstbewusstsein entsteht. Zum Beispiel aus dem Selbstbewusstsein, One-Touch-Fußball zu spielen, auch wenn man Torwart ist.

Große Sätze unterm Bayer-Kreuz [3]

Da sitze ich hier, sehnsüchtig darauf wartend, dass die falschen Mannschaften endlich die neue Bundesligasaison einläuten – und plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Während meiner Abstinenz vom Bloggertum¹ fielen mächtige Wörter, die zusammen gewichtige Worte und, nur wenig überraschend, einen ganzen Satz, in diesem Falle sogar zwei Sätze, bildeten, die hier natürlich nicht unerwähnt bleiben dürfen. Der Mann des Tages, bzw. der Mann eines vergangenen Tages², da ich, wie erwähnt, viel zu spät dran bin, ist dieses mal der großartige André Schürrle.

Für mich ist Bayer ein absoluter Traumverein, ich mochte ihn schon immer.

-kicker-Printausgabe vom 26.05.11

Mit einem etwas relativierenden Intro, dafür aber mit einem umso absoluteren und besonders nachhaltigen Finale schlägt der folgende Satz zu Buche, der mir fast noch besser gefällt:

Bayer ist mein Wunschverein, weil es einfach ein geiler Klub ist.

-Sportschau vom 18.07.11

In diesem Sinne: Auf eine ereignisreiche Bundesliga-Saison 2011/2012. Auch wenn ihr nicht Fan vom Bayer seid, versteht sich.

¹ die, wie mich dünkt, endgültig³ vorbei zu sein scheint, angesichts des Spaßes, den mir schon dieser kleine Blogartikel hier macht

² und hoffentlich noch vieler zukünftiger Tage

³ eine Fußnote in einer Fußnote. So etwas ist ganz bestimmt noch nie dagewesen. Jedenfalls: Ihr wisst ja… Adenauer, Geschwätz und so.

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