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Robin Dutt

Eine ausführliche und anschauliche Analyse des Werdegangs und der Spielphilosophie Robin Dutts liefert uns “TE” von spielverlagerung.de:

Mit seinem neuen Verein Bayer Leverkusen hat er nach wenigen Spieltagen bereits eine ganze Handvoll Probleme. Als neutraler Beobachter sollte man jedoch verstehen, dass Dutts Idee vom Fußball eine gewisse Zeit braucht, bis sie bei einem Verein hundertprozentig funktionieren kann – ballbesitzorientierter Fußball ist immer schwerer zu vermitteln als eine Kontertaktik aus einer sattelfesten Defensive. Die Fans sollten ihm Zeit geben, seine Idee vom Spiel zu entwickeln.

Zum vollständigen Artikel, den ich wärmstens empfehlen möchte, bitte hier entlang.

Kies kanns noch: Bayer 04 – SC Freiburg 3:1

Heute mal ein sehr kompakter Spielbericht, quasi als Hommage an das kompakte Spiel unserer Mannschaft. Alles was man wissen muss in knapp 15 Zeilen:

Bislang dachten wir: Dem Bayer reichen zehn gute Minuten um ein Spiel zu entscheiden. Heute wissen wir: Es reichen vier. Eat this, FC Bayern Munich!

Ich bezweifel, dass ich noch einen detaillierteren Spielbericht schreiben muss, denn eigentlich war es ein für Leverkusen in letzter Zeit sehr typisches Spiel. Nennt es Unsicherheit, nennt es Arroganz, nennt das, was die ersten 35 Minuten des Spiels bestimmt hat, wie ihr wollt. Danach gab es drei Tore, das Spiel war gelaufen. Der Gegentreffer hätte zwar nicht mehr sein müssen, aber geschenkt. Weiterhin Spitzenreiter, am nächsten Wochenende wird Bochum abgeschossen.

Nur in der Haut des wertvollsten Bankdrückers der Liga, der sich auch in der Nachspielzeit noch warmlief, möchte ich nicht stecken.

PS: Der schon wieder steckt in der Krise und hat heute nur eine Vorlage zu verzeichnen.

Immer mal was Neues: SC Freiburg – Bayer 04 0:5

Eigentlich bin ich der Falsche dafür, ein Spiel wie das Gestrige zu kommentieren. Dieses Spiel hatte so viel und doch so wenig von der letzten Saison. Plötzlich ballern wir wieder aus allen Rohren, sind bis dato mal wieder die torgefährlichste Mannschaft der Liga und haben auch noch zwei Stürmer in den eigenen Reihen, die zusammen mit Jiri Stajner die Torschützenliste anführen. Spitzenreiter sind wir zwischenzeitlich auch noch. 5:0 hieß es am Ende eines Spieles, das nicht auf diese Weise hätte enden müssen. Im letzten Jahr wären es vermutlich noch wir gewesen, die die roten Trikots getragen hätten. Gestern trug Freiburg sie. Die Gastgeber spielten domininant und arbeiteten sich Chancen am Fließband heraus. Getroffen haben wir. Sachen gibt’s.

Das macht es so schwierig dieses Spiel einzuordnen. Unweigerlich muss nach einem solchen Sieg die Phrase “Im Stile einer Spitzenmannschaft” fallen. Genauso unausweichlich ist aber die Redewendung “Es ist nicht alles Gold, was glänzt”. Die defensive Sicherheit des Spieles gegen Hoffenheim wurde in der ersten halben Stunde sehnlichst vermisst. Wie kann es sein, dass die Idrissous dieser Welt jederzeit unbedrängt die Bälle in unserem Strafraum annehmen können? Wie kann es sein, dass die Griechen dieser Welt, deren Namen keinen anständigen Plural zulassen, aus allen Lagen schießen dürfen?

Und doch: Eine wirklich 100 prozentige Chance der Freiburger war nicht dabei. Wir hingegen hatten vielleicht zwei davon und machen daraus fünf Tore. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind, als die Maschinerie nach Kießlings 1:0 ins Rollen kam. Doch ist das Gesamtbild, das in diesen 90 Minuten gezeichnet wurde, tatsächlich eines, das Hoffnung macht? Bisher hatte Heynckes die Zügel noch relativ fest in der Hand, doch muss es ihm, nach einem solchen Spiel nicht unendlich schwer fallen, die Euphorie in Grenzen zu halten?

Gerade weil es so schwer fällt, sich nach einem solchen Spiel zu beschweren, läuft man Gefahr, sich blenden zu lassen. Leider bin ich, als leicht euphorisierbare Person, wie schon oben erwähnt, der Falsche um authentisch darauf hinzuweisen, dass man den Ball flach halten sollte. Darüberhinaus würde ich ja auch nicht gehört werden :) . Ich hoffe, das machen daher andere. Ich dagegen finde es einfach nur gut, dass Kießling trifft, dass Derdiyok die Erwartungen, die man an ihn stellte, zu übererfüllen scheint und dass Barnetta endlich anfängt sein Potenzial abzurufen, worauf ich schon seit zwei langen Jahren warte.

Leverkusen lässt den Gegner also anrennen und fährt überlegen einen Sieg nach Hause, nachdem der Gegner seiner Erschöpfung erliegt. So weit, so anders. Was sich im Gegensatz zur letzten Saison zusätzlich noch verändert hat, stimmt mich aber tatsächlich außerordentlich freudig: Der Trainer handelt, wenn es sein muss. Schon nach 29 Minuten nimmt er den rot-gefährdeten Vidal aus dem Spiel. Für ihn kommt Schwaab, der Castros Position einnimmt, welcher sich seinerseits darüber freuen darf, endlich auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld sein Können unter Beweis stellen zu dürfen. Auch schön: Die Reaktion Vidals auf seine Auswechselung. Nicht wortlos, aber zumindest ohne ein freundliches Wort, stürmt er wütend in die Kabine. Ist da plötzlich Feuer im Team? Recht so. Bei nächster Gelegenheit darf auch ruhig mal ne Tonne zertreten werden.

Wir haben eines der leichtesten Auftaktprogramme der Liga, sieben Punkte sind nach diesen drei Spieltagen eigentlich nicht überraschend. Wenn nichts Unerwartetes passiert, werden es in einer Woche zehn Punkte sein. Danach fahren wir nach Wolfsburg und erst da wird sich zeigen, wo wir wirklich stehen.

Update, 19:51 Uhr: Das mit dem torgefährlichsten Team der Liga hat sich erledigt. Dafür wurde die Tabellenführung souverän gehalten. Genießt es, liebe Leute.

Update, 23:44 Uhr: Sehr lustig: Wie kann es sein, dass ich für einige Minuten dachte, wir hätten gegen Frankfurt gespielt und hätten Schüsse von Amanatidis abwehren müssen, der “aus allen Lagen schoss”? :D

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