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Kein Grund zur Panik: VfL Bochum – Bayer 04 1:1

Darf ich vorstellen: Mein persönlicher, gefühlter Saisontiefpunkt. Uns fehlten die Ideen wie mir die Worte.

Allerdings war es ebenfalls eines dieser Spiele über die ich nicht meckern kann, da mir auch aus der übersichtlichen TV-Perspektive selten etwas besseres einfiel. Bochum stand zu tief für uns und zu eng. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass einfach zu wenig Bewegung im Spiel war (Kies? Das kennt man von ihm gar nicht), oft dass das Passspiel schlicht zu ungenau (Barnetta? Kroos? Katsche?) war.

Natürlich war nicht alles mies. Derdiyok zum Beispiel machte am Samstag zum ersten mal für Bayer 04 ein überragendes Spiel. Nicht nur das souveräne Tor hat überzeugt: Einige schöne Aktionen, wie der Aufsetzer von der Strafraumkante und der Kopfball nach Lupfer von Kießling, zwangen Heerwagen zu Glanzparaden.

Schade, dass Derdiyok (der Mann benötigt dringend einen Spitznamen) zur Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Schön, dass man da einen Helmes auf der Bank hat. Enttäuschend, dass dieser sich nicht einzubringen vermochte.

Klar, dass Leverkusen sich irgendwann das Gegentor fängt. Das ist ja nicht ungewöhnlich. Normalerweise steht es zu diesem Zeitpunkt allerdings schon 3:0. Auf diese Weise ziehen die Bayern, die zur Zeit nicht den Eindruck machen, patzen zu können, wieder punktgleich.

Aber hey, das ist doch nicht wild. Noch immer sind wir die Unbesiegbaren und mein Gefühl sagt mir, dass das auch noch eine ganze Weile so weitergeht. Solche Spiele wie jenes am Samstag kommen vor und wenn unsere schlechten Phasen (die ja angeblich jedes Team in einer Saison ja haben soll) so aussehen, beschwere ich mich nicht. Das Spiel gegen die Hertha war übrigens ganz ähnlich. Danach folgten fünf Siege. Gerne.

Nur noch fürs Protokoll: Bayer 04 – VfL Bochum 2:1

Ja, ich weiß. Das Spiel interessiert schon keinen mehr in dieser kurzlebigen Welt. Soeben wurde verkündet, dass Tranquillo Barnetta tief in Gesprächen zur Vertragsverlängerung steckt und schon übermorgen kämpft René Adler um seine WM. Das ist ja eigentlich alles viel wichtiger als diese drei Pünktchen gegen das Mittelklasseteam aus Bochum, zumal dieser Sieg auch noch den faden Beigeschmack hat, nicht zur Verteidigung der Tabellenspitze gereicht zu haben. Und wer steht nun ganz oben? Der Bruno. Na sowas.

Dabei hatte dieses Spiel alles, was man für spannende Geschichten benötigt. Ein sicheres wahrscheinliches womögliches vermutliches Eigentor von Manuel Friedrich. Der daraus resultierende Rückstand. Und zwar ein Rückstand, der anlässlich der unzumutbar vielen vergebenen Torchancen der Werkself an längst vergangen geglaubte Tage erinnerte. Dann der Ausgleich durch den gerade erwähnten Manuel Friedrich, der spätestens dadurch all seine Kritiker wieder verstummen lässt. Und vorallem: Die Führung. Eine Führung, die über die Zeit gerettet wurde. Mit anderen Worten: Ein echt gedrehtes Spiel. Ohne Wenn und Aber. Wann gabs das zum letzten Mal?

Und natürlich und kaum der Rede wert: Ein Stefan Kießling, der trifft, nachdem er bereits getroffen, getroffen und getroffen hat. Die 34 Tore sollten drin sein dieses Jahr. Fehlen ja nur noch 30.

Womit der kürzeste aller Spielberichte hiermit schon beendet wäre. Der Blogeintrag freilich noch nicht,  denn am Ende eines jeden Artikels versuche ich gerne noch eine Flanke¹ zum Artikelanfang zu schlagen. Die Vorlage hierzu liefert mir diesmal der im letzten Absatz erwähnte Stefan Kießling. Wir erinnern uns: Zunächst schwadronierte ich über unsere kurzlebige Welt, eine Vertragsverlängerung und, ach ja, die Nationalmannschaft. Dort steht Kies nämlich im Gegensatz zu seinem Schlussmann am Samstag nicht auf dem Platz. Die Schwaben² hatten ja schon immer eine seltsame Vorstellung von Leistung.

¹ Diese Flanke wird Ihnen übrigens präsentiert von JAKO

² Nach oberflächlicher Recherche scheint es so, als sei Löw gar kein Schwabe, sondern Badener. Aber das ist mir gerade eigentlich relativ schnuppe.

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