Tischtennis | lauthals

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Gold, Silber und Bronze für Deutschland.

Im Tischtennis. Bei der Europameisterschaft in Tschechien. Zumindest, was die Herren-Konkurrenz betrifft. Und keiner kriegt es mit. Aber es muss ja mal erwähnt werden. Dann mach ich das hiermit: Deutschland ist das China Europas.

Im Halbfinale des Einzelwettbewerbs standen aus deutscher Sicht Timo Boll, Christian Süß und – die Überraschung des Turniers – Patrick Baum. Letzterer bezwang im Viertelfinale den Weltranglisten Siebten Wladimir Samsonov und im Halbfinale den Weltmeister von 2003 Werner Schlager. Im Finale musste er sich allerdings Europas Nummer eins und der Nummer Zwei der Welt, Timo Boll, beugen.

Kurz zuvor hatte das Doppel Timo Boll / Christian Süß zum vierten Mal hintereinander die Europameisterschaft gewonnen. Ebenfalls zum vierten Mal hintereinander gewann das deutsche Team, namentlich Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Christian Süß, Patrick Baum und Patrick Franziska mit Trainer Jörg Roßkopf.

Deutschlands Nummer zwei und Ausnahmetalent Ovtcharov verletzte sich im Teamwettbewerb, so dass er am Einzelwettbewerb nicht mehr teilnehmen konnte. Ansonsten wäre ein zweites rein deutsches Halbfinale realistisch gewesen.

Für Menschen, die das tatsächlich interessiert: viele Partien wurden live im Internet übertragen und lassen sich auch im Nachhinein noch einmal ansehen. Die interessantesten Partien liste ich hier auf und verlinke sie, sobald sie verfügbar sind.

Patrick Baum gegen Wladimir Samsonov (Viertelfinale)

Timo Boll gegen Christian Süß (Halbfinale)

Timo Boll gegen Patrick Baum (Finale)

Ehe es zu spät ist: VfL Wolfsburg – Bayer 04 2:3

Wie schon nach dem letzten Spieltag bin ich wieder viel zu spät dran mit dem Spielbericht. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es leider wieder ein Wochenende ohne bewegte Bilder war (nun ja, Bayer 04 TV hab ich mir angesehen, aber das ist ja nicht unbedingt üppig). Meine Ausrede für dieses Wochenende sind die Tischtennis Kreismeisterschaften im Kreis Rur-Wurm, bei denen ich spielerisch¹ und organisatorisch tätig war.  Lange Rede, kurzer Sinn: Die Muße war danach dahin. Also die Muße einen Spielbericht zu verfassen. Dieser wird im Folgenden kurz und knackig nachgereicht.

Simon Rolfes setzt zur Aufholjagd auf Stefan Kießling an. Während der Stümper Kies es noch immer nicht schafft mehr als ein Tor pro Spiel zu schießen, trifft unsere Nummer 6 gleich zwei mal. Summa summarum ergibt das drei Treffer gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg. Das Schlimme daran: Die waren auch allesamt nötig. Nach der 3:0-Führung durch Renatos schöne Vorarbeit, schaffte es der Gegner in den Schlussminuten tatsächlich noch zwei Tore zu schießen. Verfolgt habe ich den ganzen Spaß via Radio in einer tischtennis-bespielten Mehrzweckhalle. Dass mein negatives Abschneiden bei den Kreismeisterschaften nicht zuletzt aus dem zweiten Gegentreffer resultierte, ist unnötig zu erwähnen. Fühlte ich mich doch an das Spiel gegen den Karlsruher SC in der letzten Saison erinnert.

Und sonst? Eine rote Karte gegen den gegnerischen Torhüter, die man nicht geben muss, aber geben kann. Auf jeden Fall aber eine Karte, die uns in selbige gespielt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt war der VfL nämlich überlegen.

Eine gelb/rote Karte gegen Derdiyok, die man ebenfalls nicht hätte zeigen müssen, die aber in Anbetracht des Torschützenkönigs von  2007, der bei uns auf der Bank versauert, durchaus zu verkraften ist.

Fest steht: Die erste echte Hürde wurde genommen. Mag der VfL nicht in Topform sein und mag man auch die meiste Zeit glücklich in Überzahl gespielt haben, so ist es immer noch der deutsche Meister gewesen, den man in einer Auswärtspartie geschlagen hat. Noch dazu lag dieses Auswärts in Wolfsburg, wo die Sterne für uns bislang nie besonders günstig standen. Wir haben in dieser Saison die erste echte Spitzenmannschaft geschlagen, so viel steht fest und das tut gut. Das gibt Hoffnung. Für das Spiel gegen Werder.

So viel dazu.

¹ Man suche besser erst gar nicht nach Erfolgen meinerseits.

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