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Unterm Strich ordentlich: Bayer 04 – VfL Wolfsburg 2:1

Bayer04.de – zumindest die Club-Seite – titelt “Bayer reißt Wölfe auseinander”. Ist das ein Kalauer, den ich nicht verstehe? Das Spiel war ordentlich, aber übertreiben wollen wir doch mal nicht.

Nachdem mir das Spiel gegen Bochum überhaupt nicht gefallen hat, war das, was Bayer 04 am Samstag abgeliefert hat, aber tatsächlich wieder recht zufriedenstellend. Wir waren spielerisch überlegen und wandelten diese Überlegenheit auch in Torchancen um – freilich nicht in Tore, sonst wäre es am Ende nicht noch einmal eng geworden. Sicher lag diese Leistungssteigerung auch am Gegner, der, anders als Bochum, sich nicht hinten reinstellte, nicht auf Konter lauern wollte, dem andererseits aber trotzdem nicht viel anderes übrig blieb.

In der ersten Hälfte wurde es genau einmal wirklich kritisch für Bayer 04: Nach einem sensationellen Fehlpass von Stefan Reinartz auf den vielleicht einzigen Wolfsburger Spieler, dem man zur Zeit keinen solchen Fehlpass servieren sollte, und durch den nicht aus den Startlöchern kommenden Manuel Friedrich. Doch Reinartz machte seinen Patzer, der ja ohnehin folgenlos blieb, da man nicht André Lenz René Adler im Tor stehen hat, kurz nach dem Seitenwechsel gedankenschnell wieder wett. Doch genau nach diesem Treffer hat sich gezeigt, wieso Bayer 04 die Wölfe nicht “zerrissen” hat: Sicher, wir haben weiterhin gut nach vorne gespielt, doch Chancen, wie die von Derdiyok kurz nach dem 1:0, wären noch vor wenigen Spieltagen nicht so lässig vergeben worden. Weiterhin schade, dass Derdiyok die beiden Klaus-Fischer-Gedächtnis-Fallrückzieher nicht besser getroffen hat. Es wäre ihm zu gönnen. Dafür hatte er beim 2:0 das verdiente Glück des Tüchtigen, als André Lenz seinen tollen Latten-Kopfball über die Linie drückte. Schade, dass dieses Tor nicht auf Erens Konto verbucht wird (Update, 20:04 Uhr: Och, fein, scheinbar doch; via). Generell wundert es mich, dass ein so fantastischer Kopfballspieler noch nicht mehr Kopfballtore erzielen konnte.

Momentan ist Derdiyok wohl die Nummer 1 im Sturm, da auf Kießlings Zeugnis mal wieder nur das Wörtchen “bemüht” zu finden ist. Aber Kopf hoch, Kies. Es stehen ja elf begabte Jungs auf dem Platz, da kann auch eine längere Schwächeperiode mal überwunden werden.

Bis zur 80. Minute hatte ich wirklich nie das Gefühl, dass wir in diesem Spiel Punkte lassen könnten. Doch mit einem Dzeko muss man wohl immer rechnen, egal wie schlecht der Rest seiner Mannschaft spielt. Und schon geht die große Zitterei mal wieder los. Man stelle sich vor Josué hätte am Schluss die Nerven bewahrt. Doch wäre es so gewesen hätte ich auf meinen Kalender geguckt um festzustellen, dass wir uns noch immer in der Saison 08/09 befinden. Doch wir haben 2010 und da gewinnen wir solche Spiele einfach.

Nun gilt es den Blick auf Werder Bremen zu richten. Das könnte ein richtungsweisendes Spiel werden. Die Bayern werden gegen Nürnberg unter Garantie gewinnen, sogar bei einem Sieg von Bayer 04 am nächsten Wochenende ist es nicht unwahrscheinlich, die Tabellenführung durch eine schlechtere Tordifferenz abzugeben. Damit müssen wir umgehen können.

Ehe es zu spät ist: VfL Wolfsburg – Bayer 04 2:3

Wie schon nach dem letzten Spieltag bin ich wieder viel zu spät dran mit dem Spielbericht. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es leider wieder ein Wochenende ohne bewegte Bilder war (nun ja, Bayer 04 TV hab ich mir angesehen, aber das ist ja nicht unbedingt üppig). Meine Ausrede für dieses Wochenende sind die Tischtennis Kreismeisterschaften im Kreis Rur-Wurm, bei denen ich spielerisch¹ und organisatorisch tätig war.  Lange Rede, kurzer Sinn: Die Muße war danach dahin. Also die Muße einen Spielbericht zu verfassen. Dieser wird im Folgenden kurz und knackig nachgereicht.

Simon Rolfes setzt zur Aufholjagd auf Stefan Kießling an. Während der Stümper Kies es noch immer nicht schafft mehr als ein Tor pro Spiel zu schießen, trifft unsere Nummer 6 gleich zwei mal. Summa summarum ergibt das drei Treffer gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg. Das Schlimme daran: Die waren auch allesamt nötig. Nach der 3:0-Führung durch Renatos schöne Vorarbeit, schaffte es der Gegner in den Schlussminuten tatsächlich noch zwei Tore zu schießen. Verfolgt habe ich den ganzen Spaß via Radio in einer tischtennis-bespielten Mehrzweckhalle. Dass mein negatives Abschneiden bei den Kreismeisterschaften nicht zuletzt aus dem zweiten Gegentreffer resultierte, ist unnötig zu erwähnen. Fühlte ich mich doch an das Spiel gegen den Karlsruher SC in der letzten Saison erinnert.

Und sonst? Eine rote Karte gegen den gegnerischen Torhüter, die man nicht geben muss, aber geben kann. Auf jeden Fall aber eine Karte, die uns in selbige gespielt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt war der VfL nämlich überlegen.

Eine gelb/rote Karte gegen Derdiyok, die man ebenfalls nicht hätte zeigen müssen, die aber in Anbetracht des Torschützenkönigs von  2007, der bei uns auf der Bank versauert, durchaus zu verkraften ist.

Fest steht: Die erste echte Hürde wurde genommen. Mag der VfL nicht in Topform sein und mag man auch die meiste Zeit glücklich in Überzahl gespielt haben, so ist es immer noch der deutsche Meister gewesen, den man in einer Auswärtspartie geschlagen hat. Noch dazu lag dieses Auswärts in Wolfsburg, wo die Sterne für uns bislang nie besonders günstig standen. Wir haben in dieser Saison die erste echte Spitzenmannschaft geschlagen, so viel steht fest und das tut gut. Das gibt Hoffnung. Für das Spiel gegen Werder.

So viel dazu.

¹ Man suche besser erst gar nicht nach Erfolgen meinerseits.

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